Mein Tag am See – GC7C7AB

Heute war es also wieder mal soweit, das Geocaching Magazin rief zum Event am See. Eigentlich hieß es ja 2015, dass es mindestens 5 Jahre kein weiteres Event geben sollte, und ein MEGA ja schon mal gleich gar nicht. Aber offenbar bin ich nicht der Einzige, dem es am Badesee Vogel so gefällt, denn wie ich erfahren habe, muss in den letzten Jahren häufiger angefragt worden sein, ob man nicht vielleicht doch, weil man könnte ja, und überhaupt, und außerdem Mega und was ist denn nun?

Aber ich greife vor.

Da die Event-Location keine 45km von daheim ist, mir die Parkplatz-Situation nach bereits zwei besuchten „Event am See“-Ausgaben hinlänglich bekannt ist und außerdem traumhaftes Wetter war, entschied ich mich, mit dem Bock zu fahren. Da für einen Samstag morgen erstaunlich wenig Verkehr auf den Straßen unterwegs war, kam ich nach einer entspannten 45minütigen Tour mit bester Laune an den Park-Koordinaten an und fand auch relativ nah am Eingang eine Lücke, wo die Duke einerseits reinpasste und andererseits auch nen sicheren Stand hatte – das mit dem sandigen Untergrund und dass die Maschine dann nicht so wirklich dolle stabil steht hatte ich nämlich blöderweise irgendwie morgens beim Losfahren vergessen. Imposant finde ich ja immer wieder, wie viele Cacher tatsächlich schon am Vorabend mit dem WoMo anreisen.

Nach der Abholung des Eintritts-Bändchens, des Event-Shirts und der Coin ging es schnurstracks zu der sich in Strandnähe befindlichen Trauerweide, die für die nächsten 6 Stunden mein primärer Aufenthaltsort werden sollte. Denn, so das Announcement von Donnerstag, es sei leider recht kurzfristig die für die Kletter-Schnupperkurse zuständige Firma abgesprungen, weshalb die Orga nun händeringend Unterstützung in der Community gesucht hat. Als begeisterter Kletterer und – wie man mir nachsagt auch durchaus brauchbarer Erklär-Bär bei dieser Materie – war es für mich selbstverständlich, meine Hilfe anzubieten. Nach einem Telefonat am Vortag des Events wurde mir auch mitgeteilt, wer sich sonst noch angeboten hatte; wenig überraschend standen mir heute HG / red_pepper und René / ReneFFM zur Seite. Ein wenig überrascht wir ich, als ich bei meiner Ankunft an der Weide das bekannte Zelt der Firm High Solutions entdeckte, in dem Bernd immer seine Materialkunde-Workshops hält. Bernd hier, aber kein Andy? Ein kurzer Versuch, von Bernd zu erfahren, wie sich das erklärt, war leider nicht sehr erfolgreich, viel mehr als ein „ich sag dazu nix“ war leider nicht zu bekommen.

HG war zu der Zeit noch mit Anreise und Zeltaufbau beschäftigt, dementsprechend fingen Rene und ich schon mal mit dem Einbau der Seile ein. Dank unserer Unterkoffeinierung hatten wir auch entsprechend schlecht geworfen, umso akrobatischer und spaßiger gestaltete sich danach der Ein-/Umbau der Seile zu einer Konstruktion, der wir später ohne Bauchschmerzen die Gesundheit der anderen Cacher anvertrauen konnten.

Die nächsten 6 Stunden standen dann ganz im Zeichen des Klettern und Erklärens. Gut 30 mal wurde die Gerätschaft demonstriert, Ein- und Ausbau aus dem Seil besprochen und der für viele im ersten Moment ungewöhnliche Bewegungsablauf bei der Bewegung im Seil mit oftmals vollem Körpereinsatz erklärt. Brenzliche Situationen gab es im Kursverlauf keine, dafür an dieser Stelle noch einmal meinen Dank sowohl an meine Kollegen für ihre Geduld und ihre Leistungen gestern als auch an alle Kursteilnehmer, die (fast alle) hervorragend aufmerksam und wissbegierig waren. Lediglich am Ende unseres Dienstes demonstrierte Jessii30 mit einem zum Glück relativ folgenarmen Sturz einmal sehr eindrucksvoll, welches Risiko sich aus Fehlbedienung und ungeeignetem Material ergeben kann.

Nachdem der „Dienst“ erledigt war, ging es dann endlich zum gemütlicheren Teil über. Chillen, endlich mal in Ruhe was Essen (die Penne Bolognese waren erstaunlich lecker, vor allem, wenn man sie mit dem Aglio e Olio verfeinern ließ), und ein paar alkoholfreie Radler mit Freunden bei angenehmen Gesprächen schlürfen. Bei solchen Events stelle ich immer wieder fest, wie viele unterschiedliche Menschen man durch das einen verbindende gemeinsame Hobby kennen lernt. Nebenbei ergab sich auch die Möglichkeit, mit der Orga ein wenig zu quatschen, um der Frage auf den Grund zu gehen, warum es nun doch schon nach drei statt wie angekündigt erst 5 Jahren eine Neuauflage gab. Wie einleitend schon geschrieben, sind natürlich wieder die nervenden Cacher schuld, die der Orga immer wieder in den Ohren gelegen hatten, das mit der 5-Jahres-Pause noch mal zu überdenken, so dass Christian sich dann letztlich erweichen lies. Wer sich an den Publish erinnert: Das Event kam als reguläres Event, nicht als MEGA, welches es als Folgeevent zu einem bereits erfolgten MEGA ja durchaus hätte direkt bekommen können. Durch die Menge an Anmeldungen und die auch dabei nicht abklingenden Jammereien, dass man doch bitte den MEGA-Status endlich in Seattle beantragen solle wurde letztlich doch noch mal die eigene Position überdacht, und das Resultat kennen ja jetzt alle.

Wie schon am Vorabend bekannt wurde, war auch Bryan Roth angereist, um sich wieder unters Volk zu mischen, und ich hatte das Glück, außer dem obligatorischen Foto (danke an accessburn für das Foto und die Genehmigung zur Verwendung selbigens) ein wirklich angenehmes Gespräch mit ihm führen zu können, bei dem ich mich mit ihm über Gedanken zur neuen Version der Geocaching Live API austauschen konnte, als auch über Möglichkeiten, wie man endlich wieder in das lange Zeit sehr geschlossene Programm der Authorized Developers aufgenommen werden kann. Man mag es kaum glauben, aber Bryan sitzt tatsächlich mit in den zweiwöchentlichen Entwickler-Meetings und hat einen erstaunlich hohen Sachverstand und sehr viel Kenntnis über den aktuellen Entwicklungsstand der API. So viel sei zum Ergebnis unseres Gesprächs gesagt: mit der neuen – und bis auf ein paar kleine Details wirklich schönen – API geht es gut voran, und eine erneute Öffnung des Programms sowie die Vergabe neuer API Access Keys ist gar nicht mehr so weit weg.

Gegen 20:30 Uhr, mit Einsetzen der Dämmerung, war es dann für mich an der Zeit, nach Hause zu fahren. Im Gepäck zwei Event-Shirts (gekaufte Regular-Edition und verdiente Helfer-Version), die Event-Coin und – und deshalb fahre ich immer wieder gern zum Event am See – eine Menge schöne Erinnerungen.

Ich freu mich aufs nächste Mal.

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3 Kommentare

  1. Das entspricht leider nicht der Wahrheit, dass High Solutions kurzfristig abgesagt hat.
    Es war schlicht nichts besprochen worden und wir wurden einfach so verplant.
    Dass wir Materialkundeworkshop und Schnupperklettern machen sollen, erfuhren wir erst durch Zufall über das Listing.
    Trotzdem haben wir es geschafft, den Materialkunde Workshop zu machen.
    Andy ist dafür am Freitag extra 300km an den See gefahren und hat das Material dafür angeliefert.
    Ich habe für den Event eine andere Veranstaltung abgesagt und stand den ganzen Tag bei der Hitze am See und habe jede Stunde ein Workshop abgehalten.
    Wäre toll wenn man auch kurz mit dem Unternehmen spricht, das man so schön verlinkt hat.

    1. Hallo Bernd,

      ich kann leider nur mit dem arbeiten, was ich tatsächlich an Informationen bekomme. Das Announcement sagt

      …da uns die Kletterfirma, von der wir eine feste Zusage hatten, abgesagt hat…

      Mein Versuch, während des Aufbaus mit Dir zu reden war ja leider nicht von Erfolg gekrönt. Ich habe den Artikel entsprechend angepasst.

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